Hilfe, die ankommt!          

 

Highlights 2018

  

Im Jahr 2018 haben 2 Ereignisse besondere Bedeutung gehabt, über die wir  hier detailliert berichten möchten.

Zum Einen war es der Bau unseres nun schon zweiten Schulkindergartens. Nach Emdebir gelang es uns, auch im benachbarten Wogepecha einen neuen Schulkindergarten für 120 Kinder aufzubauen und fertigzustellen.

Ein weiteres besonderes Ereignis war der Versuch, jungen Frauen in Burat die Eigenproduktion von „sanitary-pads“, von Monatsbinden zu vermitteln -

Hilfe zur Selbsthilfe!

 

Bau eines neuen Schulkindergartens in Wogepecha


Dieses Bild hatte sich tief in unser Herz eingegraben: Besuch 2017, Wogepecha. Die intensive Bitte der Kinder : Bitte helft uns, wir brauchen so viel, um eine Perspektive zu haben. Wir kamen mit leeren Händen!



Wir besuchten sie in ihrem Klassenzimmer, eher eine Höhle, ein "Loch": winzige Fenster, Boden aus Erde, Wände aus Dung, Dach aus Ästen und Blättern...

keine Bänke oder Stühle, einfach nichts!


 

Die kleine Gemeinde hatte sich versammelt und brachte uns zum Ausdruck, wie unbeschreiblich wichtig unsere Hilfe ist.



März 2018: In der Zwischenzeit hatten wir mit drei Schulen in unserer Region einen Schülerlauf, einen Sponsorenlauf, vereinbaren können.

Wir hofften auf so großartige Unterstützung, dass wir beim diesjährigen Besuch der Gemeinde erklären konnten: Wir bauen den nötigen Schulkindergarten!


Sommer 2018: Tatsächlich sind insgesamt 1400 Schülerinnen und Schüler  unserer Region  begeistert  für ihre äthiopischen Schüler -Freunde- auf der anderen Seite der Welt gelaufen. Ca. 30.000€ konnten wir so für diesen Bau einbringen. Er kostete ca. 40.000€, weitere Sponsoren liessen diese Gesamtsumme komplettieren.

 




 

 

 

 

Den Kindern haben wir zugesichert: wir geben weiter alles, dass sie dieses Jahr und auch weiterhin ein Mittagessen erhalten. Meist ein Stück Brot, an besonderen Tagen auch etwas Fladenbrot aus Hirse - mit warmer Sauce.

 

 




Das Sanitary-Pad Projekt

Hilfe - einmal ganz anders - so einfach, und doch so genial

 

Für Mädchen und Frauen in Äthiopien bedeutete die monatliche Periode eine schwierige Situation. Mangels geeigneter Hygieneartikel bleibt ihnen keine Wahl, als während dieser Zeit der Schule, der Ausbildung oder der Arbeit fernzubleiben.

Für uns unverständlich, wie ein solches Alltagsproblem sämtliche Äthiopierinnen - sofern sie nicht wirklich reich sind - regelmässig vom Alltag ausgrenzt.

Wir haben uns nach der Äthiopienreise 2017 intensiv dieser Problematik angenommen. Ist eine selbständige kostengünstige Produktion von wiederverwendbaren Hygieneartikeln möglich? .

Recherchen in Deutschland ergaben eine Idee,  eine handfester Planung:

 Mit vorbereiteten Schnittmustern und speziellen Stoffen und Utensilien koordinierten wir noch in Deutschland ein Treffen mit interessierten und motivierten jungen Äthiopierinnen in der Klinilk Burat

 im Schwesternhaus in Burat erklären Fr. Dr. Düwel  und Fr. Nalbach den jungen Äthiopierinnen die selbständige Herstellung solcher Hygieneartikel/ Sanitär-Pads

 



 

 

 

 


Draussen auf der Wiese geht es weiter; Schnittmuster, Schichtaufbau, Prinzip der Herstellung - die jungen Frauen sind aufmerksam - und begeistert.

 





Erste Versuche, die Pads ohne Hilfe richtig herzustellen; ja, sie haben es verstanden, sie wollen es versuchen. Sie erkennen die Bedeutung dieser Pad- Eigen-Produktion.