Hilfe, die ankommt!          

 

unsere regelmäßigen Besuche in  Äthiopien


regelmäßige Besuche: Eine wirkungsvolle Unterstützung kann nur dann funktionieren, wenn man persönlich die Umsetzung begleitet. Von Anbeginn an wollten wir das vor Ort Erreichte auch persönlich betrachten, hinterfragen - uns ein unmittelbares Bild von der Umsetzung der Ideen machen. Seit Jahren begeben wir uns regelmäßig ein bis zwei mal pro Jahr ins äthiopische Hinterland. Wir landen in der Hauptstadt Addis Abeba und fahren mit dem Geländewagen den beschwerlichen Weg in den äthiopischen Busch. Für die nur 260 km unwegsame Fahrtstrecke benötigen wir einen ganzen Tag. Nachts im Dunkeln erreichen wir die Region, in der die drei Kliniken Burat, Dakuna und Galiye Rogda ( in der sog. Guraghe-Zone)  angesiedelt sind.


 

ganz nah dabei: Wir leben mit den Ordensschwestern in den Kliniken zusammen, verbringen mit ihnen den Tag von morgens früh bis in die Nacht. Die Schwestern kennen die Situation und die Umstände in der Gegend ganz genau. Sie kennen beinahe jeden Patienten, jede Familie und deren Lebensumstände. Somit erhalten wir über sie bedeutsame Information, wo es Probleme gibt und welche Probleme schon gelöst werden konnten. Wir sind somit ganz nah hierin involviert. Durch viele Gespräche mit den Schwestern haben sich daher auch immer wieder neue Gedanken, Ideen und Projekte ergeben.


 

Begegnungen: Die Besuche, für die wir selbstverständlich alle anfallenden Kosten persönlich tragen (Anfahrt, Flug, Verpflegung, Unterkunft etc...), dauern circa zwei Wochen. Es ist eine kräftezehrende Zeit! Wir besuchen alle drei Kliniken und leisten auch medizinische und zahnmedizinische Hilfe. Wir müssen daher mit großem Respekt vor den dort arbeitenden Schwestern und Pflegern zugestehen, dass sie entsprechend ihrer Ausbildung und Möglichkeiten eine ausgezeichnete Arbeit leisten und ihr Bestes für das Wohl der Menschen geben. Sie sind ebenso sehr aufmerksam und wissbegierig, mit uns Ärzten über Erkrankungen und Behandlungsstrategien zu sprechen und sich abzustimmen.                                                                                            Eine Begegnung auf Augenhöhe!  

 


 

die Sensation: zahnärztliche Behandlung auf dem Land: Eine besondere Bedeutung hat mittlerweile unsere zahnmedizinische Arbeit erreicht. Da es in Äthiopien kaum zahnärztliche Versorgung auf dem Lande gibt, quälen sich die Menschen über Monate bis Jahre mit ihren Zahnproblemen. Die zerstörten Zähne bereiten über lange Zeit elende Schmerzen. Eine schmerzlose Zahnentfernung gibt es dort nicht. Seit 2011 kümmern wir uns kontinuierlich um die Zahnprobleme der Bewohner. Der Zustrom ist enorm. Es hat sich herumgesprochen, dass man eine professionelle, schmerzlose und hygienisch perfekte Zahnbehandlung bekommen kann.    

 

  

Wir konnten ein festes „Zahnarzt-Team“ bilden. Wir Ärzte, Apotheker und medizinische Fachangestellte arbeiten unserer Zahnärztin zu. So kann sie sämtliche noch so schwierigen Behandlungen und Extraktionen vornehmen. Sämtliche Utensilien, Gerätschaften, Medikamente und „Mitarbeiter“ stehen zur Verfügung. Für uns alle bedeutet der Aufenthalt eine unermüdliche – aber faszinierende und dankbare Arbeit von morgens bis zum späten Abend.

Wir besuchen alle drei Kliniken, die wir betreuen. Es bedeutet erheblichen logistischen Aufwand, die kompletten Utensilien unserer "Zahnstation", die wir über die Jahre um viele Instrumente bereichert haben, erst einmal zu reinigen und aufzubauen. Nach 2-3 Tagen der kontinuierlichen Behandlung wird die gesamte Ausrüstung verpackt. Mit dem Geländewagen geht es zur nächsten Klinik. Nun wird wieder neu aufgebaut, gereinigt und sterilisiert - und weitergearbeitet. Dieser große Aufwand lohnt sich unbedingt – und wird entschädigt durch dankbare und glückliche Gesichter, - auf beiden Seiten!

  

Schon jetzt wissen wir, dass auch im Jahr 2019 eine große Anzahl erwartungsvoller Äthiopier unsere zahnärztliche Hilfe ersehnt.

  

 

 

  

Weiterhin dienen uns diese Besuche dazu, die Verwendung unserer Spendengelder zu überprüfen. Die Schwestern in den Kliniken müssen eine dezidierte Buchführung erstellen zur Vorlage bei den Behörden. Wir erhalten ebenso diese gesamten Unterlagen zur Einsicht und Überprüfung unsererseits.

 

  

Auch die vielen, vielen Gespräche mit den Schwestern, Priestern und Angestellten beanspruchen einen großen Anteil unserer Zeit, die wir im Rahmen unserer Reise einbringen müssen. Wir werden dort schon lange nicht mehr als reine Finanziers verstanden, sondern als engagierte Mitstreiter bei den mannigfaltigen Problemen in der Führung der Kliniken und der Patientenversorgung.


Wie man uns mehrfach berichtete, unterscheidet uns gerade dieses von  Hilfsorganisationen und Gruppen, die man andernorts sieht:                            wir sind mitten drin, wir begegnen den Äthiopiern auf Augenhöhe. Wir besprechen Probleme gemeinsam und machen keine Vorgaben.                     Man kennt unsere Gruppe genau, da immer die gleichen Personen Äthiopien besuchen. Auch wir haben über die Jahre unsere Ansprechpartner sehr gut kennengelernt. Es besteht großes Vertrauen und ehrliche gegenseitige Wertschätzung:                               
 

Man kann sich auf unsere Verbindlichkeit verlassen!


So beschwerlich diese Reisen auch sind, sie sind der Höhepunkt des Jahres.   Die beeindruckenden und emotionalen Erfahrungen und Begegnungen mit den  Äthiopiern, insbesondere deren Akzeptanz, bereiten uns unbeschreibliche Freude und tiefe Dankbarkeit.